Bariloche

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English:

We didn’t make exactly the decision to go to Bariloche, it’s more like the logical outcome of the few buses in El Chalten. The idea of the Carretera Austral in Chile still in head, we realized there are not many easy connections through the Andes in the South, so Bariloche fitted right in.

Once again it was troublesome to get good information about hikes in the area. We decided to tempt the so called “4 Refugios” and going by bus to the starting point we are overwhelmed by the amount of people. Later on we learned that the first refuge (Refugio Emilio Frey) is the most visited, because lots of people just do this one stage. This refuge is equipped by a helicopter with food and necessaries. The wind was cruel up here, but the tent made it through the night.

Second day was way more calm and somehow magical crossing the desertic mountain chains with sharp rocks. Again we get to know the path making here: slalom up, straight forward steep downhill. The second refuge (Refugio Jakob/ San Martin) is in a marvelous spot, next to a lake (Laguna Jakob) and forest, better protected from the wind. The hut seems to be run by a family who use horses to equip everything needed. They have a nice community room where we drank tea and were getting information about the next stage. It is more climbing and depending on the weather they close the path sometimes or at least unrecommend doing it without a guide and special equipment. We decide to modify our trip. We take the trail of the horses downhill to rejoin the valley and continue in the direction of the other refuges. Camping grounds in the village Suiza (another possible starting point) are extremely expensive, so we force ourselves to make a couple more kilometers and find a great spot next to the river Rio Arroyo Goye in the middle of the forest. Next day we continue the path to the third refuge (Refugio Italia/ Manfredo Segre), a windy one again. Everything is transported by foot from the volunteers here. For pleasure we buy a pizza in the hut and appreciate the mountainside and the view of the Laguna Negra. We have some time left before our prebooked hostel and we spend the time at the previous spot near the river instead of doing the last refuge (Refugio López). The clear water is inviting, but the temperature is obviously ‘just melted glaciar’ – like, but you feel very clean and very alive afterwards. We have time to think, to write, to enjoy. There’re some people pathing through, but that’s not deranging. We walk back on the road and take a bus back to Bariloche where we stay a bit before going to Chile. We meet John, an Irish man who is traveling around and enjoying his retirement. He has still the travel bug, I wonder if we will wonder around when we are older.

Furthermore there are signs all along the way: when you take firewood up to the hut or you descend a trash bag down to the city, you can get hot water in exchange. Most refuges are run by volunteers and you can pay to sleep inside and of course to get a hot meal.

If you like this article don’t hesitate to share it, comment and follow our blog, it’s a great way to support us. Everything start with a first step.

Deutsch:

Die Entscheidung nach Bariloche zu gehen wurde eher von dem einzig möglichen Bus getroffen. Immernoch die Idee der Carretera Austral in Chile im Kopf stellten wir zudem fest, dass es nicht viele einfache Übergänge der Anden gibt, vor allem im südlichen Teil, also passte Bariloche gut rein.

Wiedermal ist es nicht so einfach ordentliche Informationen über mögliche Wanderwege zu bekommen, doch wir finden den so genannten „4 Refugios“ Trail. Der Startpunkt liegt außerhalb und ist mit einem Bus zu erreichen, wir sind leicht angenervt von der Menge an  Menschen. Später erfahren wir, dass die erste Hütte (Refugio Emilio Frey) ein beliebtes Tagesziel ist. Die Hütte wird von einem Hubschrauber mit Essensvorräten und Sonstigem versorgt. Für die Hütten gilt, wer Feuerholz mit hoch nimmt oder einen Müllsack mit runter bekommt im Gegenzug heißes Wasser – was für uns ohne Kocher sehr willkommen ist. Die meisten Hütten werden durch Freiwillige betrieben, man kann gegen Gebühr in der Hütte nächtigen und natürlich auch eine warme Mahlzeit bekommen. Duschen gibt es sogar auch – teilweise heiß für Geld, kalt gratis. Der Wind ist heftig in der ersten Nacht, doch unser Zelt ist tapfer. Am nächsten Tag ist es viel ruhiger und wir finden uns in einer spektakulären schroffen Gebirgswelt wieder. Kraxeln darf nicht fehlen. Auch hier schlägt das südamerikanische Phänomen wieder zu: im Zickzack bergauf und in gerader Linie hinunter. Die zweite Hütte (Refugio Jakob/ San Martin) befindet sich an einer traumhaften Stelle, geschützt von Bäumen, neben einem See (Laguna Jakob). Die Hütte scheint von einer Familie betrieben zu werden und sie nutzen Pferde zum Transport jeglicher Bedürfnisse. Im Gemeinschaftsraum wird Tee getrunken und Informationen werden ausgetauscht über die nächste Etappe, von der deutlich abgeraten wird weil es mehr klettern als wandern ist. Es gibt einen Guide, aber manchmal wird die Strecke als gesperrt deklariert wenn zu viel Wind geht oder Eis und Schnee liegt. (In der Hütte bekommt man Informationen zum Wetter und Bergführer.) Wir wechseln unseren Plan und folgen der Pferderoute ins Tal. Da die Campingplätze in dem Ort Suiza (einem anderen Ausgangspunkt) überteuert sind kämpfen wir noch ein paar weitere Kilometer und finden einen paradiesisches Fleckchen im Wald neben einer Gumpe des Flusses Rio Arroyo Goye. Am nächsten Tag geht es zur dritten Hütte (Refugio Italia/ Manfredo Segre), wieder voll im Wind. Hier wird alles zu Fuß von den Freiwilligen angeschleppt. Zur Abwechslung gönnen wir uns eine Pizza und genießen die atemberaubende Berglandschaft mit Blick auf die Laguna Negra. Da wir noch etwas Zeit haben vor unserer Hostelbuchung, bleiben wir für die letzte Nacht wieder an dem vorherigen Platz am Fluss statt die vierte Hütte (Refugio López) anzusteuern. Das Wasser ist klar und kalt, wie gerade geschmolzenes Gletscherwasser. Es ist herrlich erfrischend für Körper und Geist. Wir genießen einfach, schreiben, haben Zeit zu denken. Ein paar Leute passieren, aber es ist nicht weiter störend. Am letzten Tag laufen wir ein großes Stück auf der Straße und fahren mit dem Bus zurück nach Bariloche bevor es weiter nach Chile geht. Wir lernen John kennen, ein Ire der sein Rentnerdasein als Weltenbummler verbringt. Er hat immernoch Reiselust und ich frage mich, ob wir herumwandern wenn wir älter sind.

Wenn Ihr den Artikel ansprechend findet, zögert nicht zu teilen, zu kommentieren and unserem Blog zu folgen, das ist eine gute Möglichkeit uns zu unterstützen. Alles beginnt mit einem ersten Schritt.

Everything start with a first step. Alles beginnt mit einem ersten Schritt. Tout commence par un premier pas.

Canon EOS 200D/ EFS 24mm pancake/ EF 50mm STM
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